Die Kursstufe I im Schuljahr 2010/2011

Die ersten Wochen……

Die Versetzungskonvente am Ende des vergangenen Schuljahres ergaben für die Kursstufe I  insgesamt 164 Schüler(innen), wobei 81 (48 Mädchen) aus den letzten Klassen 11 (Abitur nach 9 Jahren) und 83 (43 Mädchen) aus den letzten Klassen 10 (Abitur nach 8 Jahren) kamen.

Für diesen sog. Doppeljahrgang beim Abitur 2012 wurden nach den verbindlichen Wahlen im Mai 2010 für den Kernfachbereich (pro Woche 4 Unterrichtsstunden) 

  • 8 Kurse in Deutsch und Mathematik
  • 7 Kurse in Englisch
  • 3 Kurse in Französisch und Biologie
  • 2 Kurse in Wirtschaftslehre und Physik und
  • 1 Kurs in Latein, Bildender Kunst, Geschichte, Katholischer Religion, Chemie und Sport

eingerichtet.

Im 2-stündigen Pflichtbereich waren für eine vollständige Planung folgende Kurse nötig:

  • 7 Kurse in Geschichte, Gemeinschaftskunde und Geografie
  • 6 Kurse in Religion (5 römisch-katholisch, 1 evangelisch)
  • 5 Kurse in Sport (koedukativ; Einteilung nach Abfrage einer Individual- und zweier Mannschaftssportarten)
  • 4 Kurse in Bildender Kunst und Biologie
  • 3 Kurse in Musik, Chemie und Physik.

Die Seminarkurse werden von insgesamt 35 Schüler(inne)n besucht. Dabei arbeiten sich die Schüler(innen) unter einem bestimmten Hauptthema eigenständig in ein selbst gewähltes Thema ein, werden in der Strukturierung und ihrem Vordringen in die Thematik von Lehrern begleitet und schließen den Kurs am Ende der Kursstufe I  mit einer schriftlichen Dokumentation, einer Präsentation vor einem größeren Publikum und einem Kolloquium mit den betreuenden Lehrern ab. Die sich daraus ergebende Punktzahl (Note) kann in der Regel im 5.Prüfungsfach in die Abiturprüfung an Stelle der abschließenden mündlichen Prüfung eingerechnet werden. Dies geschieht dann, wenn die Punktzahl der Schülerin/dem Schüler gut genug erscheint; ist dies nicht der Fall, kann man sich noch eine Woche vor der mündlichen Prüfung für eine Teilnahme daran entscheiden.

Trotz dieser großen Kurszahlen ist es gelungen für die 164 Schüler(innen) individuelle Stundenpläne so zu erstellen, dass an den Vormittagen der Woche fast alle Schüler(innen) 26 Stunden oder mehr im Unterricht sind und daher die restlichen nötigen Stunden an nur 2 Nachmittagen verplant werden konnten.
So hat ein Schüler überhaupt keinen Pflichtunterricht am Nachmittag, 49 nur einmal. Da aber die meisten erst über den Besuch von in der Regel zweistündigen Zusatzangeboten wie Begabungsförderung (32), Theater-AG, Chor, Sport-AG, Toefl u. a. ihre nötige Stundenzahl von 32 pro Woche erreichen, ist die durchschnittliche Anwesenheit an der Schule dennoch so gesichert, dass auch Arbeit in Gruppen, Engagement für die Stufe und die Mitschüler gut eingeplant werden können.

Um die Aussagen hinsichtlich der Kurse zum Abschluss zu bringen, muss noch erwähnt werden, dass manche Schüler(innen) nur über ein  Kooperationsangebot ihre Wunschkurse im Kernbereich bekommen konnten: 5 Schüler(innen) besuchen am Gymnasium Döchtbühl in Bad Waldsee den 4-stündigen Kurs Musik bei ihrem ehemaligen Schulleiter Robert Häusle, eine Schülerin besucht dort gleichzeitig erstmals das Fach Gemeinschaftskunde 4-stündig.

Die ehemaligen 6 Klassen der Stufen 10 und 11 im Schuljahr 2009/10 wurden in den für alle vorgeschriebenen Kernfächern Deutsch und Mathematik sehr gleichmäßig durchgemischt, so dass in jedem Kurs meist Schüler(innen) all dieser alten Klassen vertreten sind und die durchschnittliche Leistungsfähigkeit entsprechend den Zeugnisnoten des Vorjahres angeglichen ist. Dieses Vorgehen hat sich schon in den vergangenen Jahren beim Eingang in die Kursstufe bewährt, da so die langjährigen Klassenstrukturen aufgelöst wurden und die Kursstufenschüler(innen) einerseits neu Kontakte knüpften, andererseits im Unterricht oft echte Neustartchancen sahen und diese auch nutzten und so eine neuartige Oberstufengemeinschaft entstand.
Diese Einfindung war in diesem Jahr auf Grund der weitgefächerten Ausgangslage für manche etwas mühsam, da sie sich oft nicht einmal mit Namen kannten, und so tasteten sich manche eher vorsichtig in die neuen Kurse, fanden sich aber im Allgemeinen nach und nach gut zurecht.
Dabei ergab eine nicht repräsentative Umfrage bei einigen Lehrern, dass diese schnell erkannten, dass eine der Hauptaufgaben im Unterricht zu Beginn des Jahres ist, durch ständiges Rückfragen und Wiederholen ein gemeinsames Startniveau aufzuarbeiten, von dem aus die Arbeitsfelder der Kursstufe bis zum Abitur angegangen werden können.
So sehen Lehrer(innen) wie Schüler(innen) mit Spannung den Ergebnissen der ersten Klausuren entgegen.

Neben dem Unterricht ist aber auch ein Blick etwas weiter in die Zukunft erforderlich: die Schüler(innen) müssen sich mit ihrem weiteren Weg nach dem Abitur beschäftigen.
Dieser Prozess wird unterstützt durch die schulinterne Studienberatung die bereits am 8.Oktober im Ganzen in einer Präsentation vorgestellt wurde; dabei wurden auch die ersten wichtigen Bücher und Hefte zu Studium, Beruf, Studienabschlüssen usw. ausgeteilt und kurz in sie eingeführt.
Erstmalig hat diese Stufe nach zweijährigem, unermüdlichen Bemühen unserer Elternbeiratsvorsitzenden Frau Dr. Reuther die Möglichkeit, ganztägig im November an einem Seminar der NaturTalent®Stiftung teil zu nehmen, bei dem sie nach daheim durchzuführenden mehrstündigen Online-Tests in Kleingruppen der Frage nachgehen:

  • Wie finde ich den für mich passenden Beruf und
  • wo setze ich bei meiner Berufsfindung an?

Zu diesem Seminar haben sich nach einem sog. Impulsvortrag durch Frau Wagner von der Stiftung vor der ganzen Stufe ca. 40% angemeldet.

Schließlich wird bereits im November 2010 die persönliche Berufsberatung an der Schule durch Frau Krüger von der Arbeitsagentur Ravensburg beginnen, mehrere Monate früher als in früheren Jahren, um möglichst allen Interessenten ein persönliches Beratungsgespräch zu ermöglichen. An den Beratungstagen wird es für zentrale Themen aber auch gemeinsame Info-Veranstaltungen durch Fr. Krüger-Birk geben.

Karl Guter, Oberstufenberater  -  Oktober 2010