Bericht zum Sozialpraktikum

Mein Sozialpraktikum absolvierte ich vom 2. bis 13. Februar 2015 im Kindergarten St. Vitus Altmannshofen.

An meinem ersten Tag wurde ich von den Erzieherinnen und Kindern herzlich empfangen. Eine Erzieherin zeigte mir den Kindergarten und wies mich in die wichtigsten Abläufe des Kindergartenbetriebs ein. Der Kindergarten hat drei Gruppen mit Kindern von einem Jahr bis sechs Jahren. In der Kinderkrippe werden ein- bis unter dreijährige Kinder betreut, in den beiden anderen Gruppen Kinder von zwei bis sechs Jahren. Während meines zweiwöchigen Praktikums durfte ich in alle drei Gruppen hineinschnuppern und aktiv mitarbeiten.

In den ersten Tagen arbeitete ich in einer der beiden Gruppen mit Kindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren mit. Ich spielte und bastelte mit den Kindern oder las den Kindern Geschichten vor. Jeden Tag um 9:00 Uhr fand zudem ein gemeinsamer Morgenkreis statt, bei dem mit Begrüßungsliedern, Gesprächen und Gebeten der Kindergartentag eröffnet und der weitere Verlauf des Tages besprochen wurde. In die Gestaltung des Morgenkreises durfte ich mich aktiv mit einbringen. Da in den zwei Wochen meines Praktikums alles unter dem Faschingsmotto „Zirkus“ stand, durften die Kinder im Morgenkreis auch Kunststücke vormachen.

Nach dem Morgenkreis durften sich die Kinder selbstständig beschäftigen und gemeinsam spielen oder turnen. Hierbei wurde ich immer aktiv eingebunden: die Kinder wollten mit mir spielen oder turnen oder von mir eine Geschichte vorgelesen bekommen.

Beim täglichen gemeinsamen Frühstück um 10:00 Uhr, das von den Erzieherinnen betreut wird, durfte ich ebenfalls immer mithelfen. Nach dem Frühstück durften die Kinder dann wieder spielen. Dabei standen die Erzieherinnen und ich den Kindern als Ansprech- und Spielpartner zur Verfügung.

Da der Kindergarten viel Wert auf Natur legt, war es wichtig, dass sich die Kinder jeden Tag auch eine gewisse Zeit im Freien aufhalten, um auch dort Erfahrungen sammeln zu können. Ich half den Kindern beim Anziehen und beaufsichtigte sie im Freien. Dies war erheblich schwieriger als in den Kindergartenräumen, weil die Kinder immer unterwegs waren und an verschiedenen Stellen im Außenbereich spielten.

Am Mittwoch wurden spezielle Angebote in altersgerechten Gruppen durchgeführt. Die Vorschulkinder wurden auf die Schule vorbereitet, die Mittleren lernten, wie man sich in der Gesellschaft verhält und die Kleinen lernten die Grundelemente des Spielens und des sozialen Verhaltens. Auch bei diesem Angebot durfte ich bei den jeweiligen Projekten mitwirken und den Erzieherinnen zur Seite stehen.

In der zweiten Woche war ich die ersten beiden Tage in der Kinderkrippe. Weil die Kinder dort noch sehr klein sind, musste man sie anders betreuen als die Größeren. Auch in der Kinderkrippe durfte ich den Erzieherinnen helfen und mit den Kindern spielen - allerdings auf andere Weise als in der ersten Woche. Auch die war für mich eine wertvolle Erfahrung.

Die letzten Tage meines Praktikums verbrachte ich dann in der zweiten Gruppe mit Kindern zwischen zwei und sechs Jahren. Auch in dieser Gruppe durfte ich aktiv bei den Projekten mitarbeiten, mit den Kindern spielen, vorlesen, usw.

In der Zeit meines Sozialpraktikums habe ich vor allem die Erfahrung gemacht, dass man mit jedem Kind unterschiedlich umgehen muss beziehungsweise dass jedes Kind auf seine Art anders ist. Zudem habe ich beobachtet, dass es für Kinder – um sich zurechtzufinden und damit sie sich wohl beziehungsweise geborgen fühlen - sehr wichtig ist, dass es feste Regeln und Rituale gibt.

Als toll empfand ich es, dass die Kinder mich gleich akzeptiert und angenommen haben und mir vertrauten. Insgesamt waren es für mich zwei sehr schöne und interessante Praktikumswochen mit zahlreichen tollen Erfahrungen.

Lena Erath 2015