„Alt und Jung“ hautnah - Ein Projekt der Klasse 9d in der Rehaklinik Bad Wurzach

Am Anfang des Schuljahres 2016/2017, das sich nun seinem Ende nähert, wurde ich von Herrn Amann gefragt, ob ich mir vorstellen könne, in der Rehaklibik Bad Wurzach in der Abteilung Altersmedizin mit einer Klasse eine Wand zum Thema „Alt und Jung“ zu gestalten. Was für ein Potential für Schüler und Schule. Die geeignete Klasse war schnell gefunden und ebenso schnell von der Idee begeistert. Dass diese Begeisterung ein Jahr anhielt, ist bemerkenswert. Ein Grund dafür war sicher auch die freundliche Aufnahme in der Rehaklink durch Herrn Dr. Grammer, Frau Dr. Grindeanu und das gesamte Personal auf der Station der Altersmedizin bei unserem ersten Besuch im September 2016. Berührend waren auch die Gespräche zwischen den Patienten und den Mädchen und Jungen bei all unseren Besuchen, die den einen oder anderen doch sehr nachdenklich gestimmt haben. Sowohl die Mitarbeiter der Abteilung Altersmedizin als auch die Patienten, die das Entstehen des Bildes Woche für Woche miterlebt haben, brachten uns ihr Interesse, ihre Freude und ihre Zustimmung für die Umsetzung des Bildes entgegen.

Kurz vor Ende des Schuljahres war es vollbracht. Der Entwurf von Carla Hilgarth war unter Beteiligung aller Schüler auf die Wand gebracht und ist heute auf der Station „Altersmedizin“ anzusehen.

Am 18. Juli 2017 setzte eine Feierstunde den würdigenden Abschluss und die Schüler wendeten sich mit folgenden Worten an alle Anwesenden:

Vor ungefähr einem Jahr begann die Geschichte unseres Projekts …

Am Anfang des Schuljahres kam Frau Gmünder auf uns zu und hat uns von dem Projekt erzählt. Zur Einführung in das Thema haben wir den Film „Honig im Kopf“ angeschaut, in dem es um ein Mädchen mit einem dementen Opa geht. In dem Film wird das Leben mit einem alten Menschen geschildert und die Verbindung zwischen Jung und Alt dargestellt, was auch das Thema unseres Bildes sein sollte. Nach dem Film haben wir uns gemeinsam Gedanken um das Thema gemacht und haben sehr viel über das Thema gesprochen. Danach hat jeder für sich ein Bild gemalt, mit einem Motiv, das er mit dem Thema verbindet. Anschließend haben wir abgestimmt, welches Bild genommen wird. Gewonnen hat zum Schluss Carlas Bild. Wir haben das Bild mithilfe vom Tageslichtprojektor vergrößert und anschließend auf die Wand in der Rehaklinik mit Edding übertragen.  Immer freitagnachmittags sind wir mit einer Gruppe von vier bis fünf Leuten in die Rehaklinik gegangen und haben das Bild mit Lackfarben angemalt. Das Malen an der Wand hat uns sehr viel Spaß gemacht, da die Patienten sich immer sehr gefreut haben, wenn wir da waren und uns zugeschaut haben. Wir wollten uns in dem Zusammenhang auch sehr bei den Pflegern bedanken, die uns während des Malens immer mit Trinken und Eis versorgt haben.

Bedeutung des Bildes:
Das Bild zeigt die Lebensgeschichte einer Person. Es fängt an als Kind, dann kommt die Hochzeit, anschließend das Kinderkriegen und am Schluss das älter werden. Der rote Faden ist symbolisch für die Verbindung aller Lebensabschnitte miteinander.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mädchen und Jungen der Klasse 9d für ihre anhaltende Begeisterung, ihre Bereitschaft, freie Freitagnachmittage zu opfern und ihre immer währende gute Laune bedanken – auf ein Neues.

Schüler*innen der Klasse 9d