„Vorbei!“ – Zur Verleihung der Abiturzeugnisse und zur Abiturfeier 2016

„Vorbei!“ – so lautete der Titel eines Songs, den die Abiturientin Mariann Rall selbst komponiert und zur Verleihung der Abiturzeugnisse am Freitag, den 1. Juli, präsentiert hat.

Schulleiter P. Friedrich Emde griff zahlreiche Passagen aus dem Songtext in seiner diesjährigen Abitur-Rede auf und verdeutlichte damit, dass für die Schülerinnen und Schüler, die nun das Salvatorkolleg verlassen, ein Lebensabschnitt zu Ende geht, den sie in der Schule und mit der Schule verbracht haben, und dass zugleich ein neuer beginnt.

Noch stärker wurde der Abschluss einer Phase im Leben nicht nur der Schüler, sondern gleichermaßen der Eltern und Lehrkräfte, der durch das Abitur stattfindet, in der Ansprache der Elternvertreter Andreas Brand und Jürgen Kegel betont. Sie erinnerten daran, dass vor einer gefühlt sehr kurzen Zeit eben jene Eltern, die nun stolz der Zeugnisverleihung ihrer Kinder bewohnen, mit gemischten Gefühlen den ersten Schultag ihres Nachwuchses am Gymnasium in eben jener Sporthalle erlebten, wo die Schullaufbahn nun ihr Ende findet.

Ein Loblied auf die Schule, das – im Gegensatz zum Motto der Feuerzangenbowle – die Schule auch versteht, stimmte schließlich Timo Roujean als Vertreter der Schülerschaft an. Er beschrieb sein – nunmehr ehemaliges – Gymnasium als Ort, wo es sich gut leben lässt, weil alle Beteiligten, seien es Lehrkräfte, die Schulleitung oder Hausmeister Franz Maucher, es gut mit den Schülerinnen und Schülern meinen.

Wurzeln schlagen, Früchte tragen

Bereits vor der feierlichen Übergabe der Abiturzeugnisse versammelten sich Abiturientinnen, Abiturienten, Eltern, Verwandte und Lehrer in der Bad Wurzacher Pfarrkirche St. Verena, um unter dem vom vierstündigen Religionskurs erarbeiteten Sinnspruch „Wurzeln schlagen, Früchte tragen“ einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern. Alle Besucher des Gottesdienstes bekamen zur Verdeutlichung des Mottos ein kleines Säckchen mit Blumensamen geschenkt.

Mariann Rall, Jana-Sophie Vöhringer, Alena Röhm und Christa Kloos sorgten in der Kirche für einen würdigen musikalischen Rahmen, ebenso bei der folgenden Zeugnisübergabe, bei der zudem Felicitas Vincon musizierte. Schulseelsorger P. Mariusz Kowalski, Schulleiter P. Friedrich Emde und Pfarrerin Barbara Vollmer segneten zum Schluss des Gottesdienstes die Abiturientinnen und Abiturienten.

Hakuna Matabi!

Nach Gottesdienst und Zeugnisverleihung ging es traditionsgemäß ins Kurhaus zur Abifeier, die von Alena Röhm und Jakob Frey moderiert wurde. In einem zeitlich gestrafften, kurzweiligen und zugleich gemütlich getakteten Programm nutzte der Abiturjahrgang 2016 die Gelegenheit, Danke zu den Lehrern zu sagen, die sie in den letzten zwei (oder mehr) Jahren begleitet habe, und dieselben zudem ein wenig hochnehmen zu können.

Dabei ging der Trend in diesem Jahr einerseits zur „Umkehrung der Prüfungssituation“ zwischen Lehrern und Schülern: So wurden Frank Schmuck und Urs Fuchs auf ihre Fähigkeit hin geprüft, sich das Lachen (mit Wasser im Mund!) verkneifen zu können. Bei der so genannten Schilder-Challenge mussten zwei Rate-Teams, bestehend aus Ingrid Diem und Hilde Walser sowie Markus Benzinger und Frank Harteker, die verbindende Eigenschaft von je neu zusammengestellten Schülergruppen herausfinden – nach der Logik des beliebten Zeltlager-Spiels „Alle die, wo“. Julia und Frank Schmuck durften sich schließlich mit Barbara Bisch und Alexander Notz in einer individuell auf den Abi-Jahrgang zugeschnittenen Fassung der Quizshow Wer wird Millionär messen.

Ein weiterer Trend, der jedoch im Vergleich zu den letzten Jahren schon wieder etwas am Abklingen ist, besteht im Herstellen und Vorführen von Filmen. In diesem Jahr gab es sowohl Action (Abihütte 2016) als auch Komödie (Unser erster Schultag – unsere letzten Schultage des Deutschkurses von Tanja Roth). Einen kurzen Sketch gab der Chemie-Kurs von Hilde Walser zum Besten, danach war es dann schon Zeit für die mittlerweile traditionelle abschließende „Vorher-Nachher-Bildstrecke“, in der die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs im Vorschulalter und heute zu sehen sind.

Das – gemäß einem weiteren Beitrag – erst nach langwierigen Verhandlungen und grenzwertig-demokratischem Prozedere zustande gekommene Abi-Motto „Hakuna Matabi“ hat sich in jedem Fall bewahrheitet. Der bekannte Satz aus dem Disney-Film Der König der Löwen, bedeutet: „Hab gute Laune!“ oder „Mach Dir keine Sorgen!“

Markus Benzinger