Kinderoper „Die streitende Ziege“ geht in die Verlängerung

Eigentlich fand die Premiere der Kinderoper „Die streitende Ziege“ (Koza-Dereza) des ukrainischen Komponisten Mykola Lysenko (1842-1912) ja schon am Sonntag, den 21. Juni im Foyer des Salvatorkollegs statt. Doch was ursprünglich als einmalige Aufführung geplant war, geht jetzt in die Verlängerung.
Am Donnerstag, den 23. Juli fand eine Vorstellung für die fünften Klassen der Schule statt. Unter der Leitung von Olena Zaveriukha vom Europäischen Freiwilligendienst (EFD) und Musiklehrerin Christine Braig erarbeitete die Klasse 7c das Musikprojekt in Eigenregie.


Die Kinderoper „Die streitende Ziege“ (uraufgeführt 1888 in Kiew) handelt, wie der Titel erahnen lässt, von einer Ziege, die der Opa, im Ukrainischen ein Kollektivbegriff für ältere Herren, auf dem Markt in Kiew kauft. Anfänglich von allen, besonders der Oma (Lara Waizenegger), bewundert erweist sich die Geiß (grandios gespielt von Julia Gamrot) schon bald als unerträgliches Vieh, das Zwietracht sät, Streit sucht und lügt. Der Opa (Felix Rölle) jagt die unliebsame Ziege schließlich davon, was jener aber nur wenig ausmacht: Sie nistet sich in einem Fuchsbau ein, sehr zum Leidwesen des sensiblen Fuchses (Kilian Frener). Um die Ziege loszuwerden bittet der Fuchs seine Freunde zu Hilfe, doch weder Hase (Jana Albrecht) noch Wolf (Anne Stirner) und Bär (Leard Taganović) kommen der angriffslustigen Ziege bei. Erst der königliche Krebs (Fabian Keck) vermag es die Ziege in Schach zu halten und sie schließlich mit Hilfe der anderen Tiere des Waldes endgültig zu vertreiben.


Begleitet wurde die Handlung von zahlreichen musikalischen Parts, die von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 7c allesamt selbst übernommen wurden. Die dabei beteiligten Sänger, Tänzer und Instrumentalisten zeigten ebenso wie die bereits erwähnten Schauspieler eine großartige Leistung, so dass am Ende das Staunen darüber bleibt, was eine einzelne Klasse innerhalb weniger Monate auf die Beine stellen kann.

Markus Benzinger