Studienfahrt Rom

Alle Wege führen ja bekanntlich nach Rom und so auch unserer.

Los ging es am Freitagabend. Nachdem wir uns von unseren Liebsten verabschiedet hatten, bretterte unser Bus voll mit Schülern und Begleitpersonen Richtung Bella Italia. Das „Brettern“ sei an dieser Stelle übrigens bewusst eingesetzt, um den Umstand holpriger Autobahnen im geschichtsträchtigen Land zu untermalen.

Wie dem auch sei, es wurde eine recht kurze Nacht.

Nach der Ankunft in Rom, das zunächst einmal durch eine etwas chaotische Straßenverkehrsordnung beeindruckte, haben wir uns in unsere Zimmer begeben, um danach die erste Tour durch Rom zu starten. Von der Piazza Navona aus, auf der die bekannten Straßenhändler ihr Unwesen treiben und so auch einen von uns zum Kauf animieren konnten, startete unsere Zeitreise.

Unser fünf-tägiger Weg führte uns über bekannte Plätze, wie den Petersplatz, hin zu noch geschichtsträchtigeren Bauwerken. Dabei durften natürlich auch die zu Hause vorbereiteten Referate nicht fehlen, um die Gebäude noch besser verstehen zu können. So lieferte das Referat zum Circus Maximus die Info, dass zur spätantiken Zeit ca. 250.000 Menschen darin Platz fanden. Der Referent wusste jedoch bis zum Schluss nicht, dass wir uns auf dem besagten Platz befanden, was für uns andere recht amüsant war.

Derselbe Tag war der einzige ohne traumhaften Sonnenschein und hohe Temperaturen. Im Gegenteil, er glich eher dem Regenwetter der Daheimgebliebenen. Da zumindest einige im Besitz eines Regenschirms waren, ließen wir uns davon nicht beirren und marschierten stolzen Hauptes durch Rom, auch wenn keiner um den Schuhwechsel am Nachmittag herum kam.

St. Giorgio in Velabro zeigte uns, wie stolz die Römer auf ihre Geschichte sind. In die neue Kirche integriert wurde der altrömische Wechslerbogen, was diesen gleichzeitig vor dem Zerfall bewahrt hat.

Während dieser Zeit hatte es aufgehört zu regnen und einer der unsrigen machte seiner Freude Luft und schwenkte seinen Regenschirm so wild hin und her, dass er durch die Gitterstäbe des Bogens fiel. Hierbei sei erwähnt, dass dieser Schirm an diesem Tag schon einige Bruchlandungen erlebt hatte. Unter großem Gelächter glaubte der Besitzer seinen Schirm schon verloren. Doch unser Längster machte das Unmögliche möglich und bekam dafür natürlich tosenden Applaus.

Von einer Kirche ging es dann zur nächsten und so besichtigten wir im Laufe unserer Reise zumindest einige der hunderten Kirchen der Stadt. Eine, die wohl allen bekannt sein dürfte, war der Petersdom. Während wir auf dem Weg zu ebendiesem über den Petersplatz schritten, hatten wir traumhafte Blicke auf den Vatikan, sowie die 144 Statuen der Kolonnaden.

Nach der Besichtigung folgte der Aufstieg auf den Dom. Die Strapazen des Aufstieges auf die Kuppel wurden jedoch mit einem sensationellen Blick belohnt. Ganz Rom war zu sehen. Um diesen wunderschönen und lehrreichen Tag zu vollenden folgte dann noch ein Besuch im Mutterhaus der Salvatorianer, der „ersten Adresse“ nach dem Vatikan.

Wie auch die anderen Tage, so endete auch dieser in der prickelnden Abendstimmung der Südmetropole.

Im Flug verging unsere Zeit in dieser Stadt, die nicht zu altern scheint. So wollen wir nun also mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diese Zeit zurückblicken. Lachend, da es ein paar wunderbare Tage waren und weinend auf Grund der Tatsache dass es so schnell zu Ende ging und wir in dieser Konstellation nie mehr verreisen werden.

Bleibt also nur noch ein Dank auszusprechen an unseren Reiseleiter, Herrn Maier, der Rom wie seine Westentasche kennt und uns in mancher Situation der Allerbeste Reiseguide war.

 

Text:  Miriam Erhardt und Lea Schmid

Bilder: Andy Mayer

Herbst 2013