Viaje de Estudios a Madrid y Toledo

Erwartungsfroh und voller morgendlichem Enthusiasmus ging es am frühen Sonntagmorgen vom Memminger Bahnhof aus in Richtung der spanischen Weltmetropole Madrid. Nach einer Zugfahrt und einem anstrengenden Flug kamen wir, ohne große Zwischenfälle, (auch inklusive allen persönlichen Gegenständen, wie z.B. Smartphones) am mitten in der Innenstadt gelegenen Hostel „Los Alpes“ an. Trotz der schönen Zimmer war die Entdeckungslust im Herzen Madrids größer als die Müdigkeit, so trafen wir uns alle gemeinsam mit unseren Lehrern „Dreiviertelhose“ und „Conny“ (Name von der Redaktion geändert) vor dem Hostel. Bei einem ersten Spaziergang zur berühmten „Puerta del Sol“ konnten wir alle erste Eindrücke sammeln, wie das Nachtleben und die Kultur Spaniens aussieht.
Nach einer erholsamen Nacht und der vergeblichen Suche nach Futter begaben wir uns zum „Congreso de los Diputados“, den wir aufgrund von Bauarbeiten nicht besichtigen konnten. Trotzdem hatten wir das Glück ein gut vorbereitetes und spannend vorgetragenes Referat von unseren Mitschülern zu hören. An diesem Tag lernten wir ebenfalls etwas über den spanischen Bürgerkrieg, was alle brennend interessierte. Nach der etwas trockenen Geschichte ging es weiter mit Kultur, nämlich im „Museo Reina Sofía“, in dem das berühmte Bild „Guernica“ von Picasso hängt. Dieser Abend wurde einigen von uns zum Verhängnis, vor allem aber war die Leidtragende eine unschuldige, auf dem Weg ins Bett verlorene Jeanshose. Dieses und andere nächtliche Ereignisse warfen einen Schatten auf unsere Lehrer 3/4-Hose und Conny.
Unsere Lehrkörper führten uns am nächsten Tag dennoch voller Enthusiasmus zu dreien der bedeutendsten Gebäuden Madrids. Zunächst zum „Palacio Real“, dem Königspalast mit seinen prächtigen Zimmern und einer beeindruckenden Aussicht, die Objekt vieler klickender Fotoapparate wurde. Diese anstrengenden morgendlichen Aktivitäten führten dazu, dass sich einige Schüler, wie urzeitliche Menschen auf der Suche nach Nahrung auf das große goldene M, das gottseidank nur eine kurze Laufstrecke vom Hostel entfernt lag, stürzten. Mittags ging es mit den beiden Stadtheiligen und deren Kirchen weiter, wobei wir wieder viele interessante Referate hören durften. Die Sünder der vorherigen Nacht erkannten durch eine göttliche Eingebung ihre Sünden und blieben gleich in der wunderschönen Kirche „Santa Maria de La Almudena“, um Buße zu tun.
Leider schon am zweitletzten Tag unserer Studienfahrt angelangt, unternahmen wir einen Ausflug nach „El Escorial“ mit dem berühmten Kloster und den Königsgräbern. Am meisten beeindruckte uns der Schlachtensaal und die imposante Bauweise des Klosters und der Gräber. Der letzte Tag unserer Studienfahrt wurde komplett der Stadt Toledo gewidmet, der „wahren“ Hauptstadt Spaniens. Hier wurde unser Schuhwerk an seine Belastungsgrenzen gebracht, allerdings wurde das von der schönen Stadt mit ihren malerischen Winkeln und Gassen wieder wettgemacht. Hier gab es außerdem bedeutendes Künstlerisches zu sehen, nämlich das Museum des Malers „El Greco“. Auch konnte man wunderbar die verschiedenen Religionen und Kulturen Spaniens erkennen. Zwischendurch ging nun leider doch ein Smartphone an der Ampel verloren. Am Abend gab es als „gemeinsamen Abschluss“ Tapas und das ein oder andere Gläschen Wein in 3/4-Hoses alter Studentenkneipe. Diese war jedoch etwas eng und einige der Schüler verließen die Bar bald darauf.
Am nächsten Morgen um „fünfuhrfünfvierzig“(laut 3/4-Hose) standen alle pünktlich bereit zur Abreise. Wiederum in froher Erwartung auf „Mamas Zwiebelrostbrate mit Kässpätzle“.
Alles in allem lässt sich sagen, dass es eine feuchtfröhliche, informationsreiche, warme und schöne Studienfahrt war. (Wir hoffen, dass uns die Kellner im Irish Pub das nächste Mal noch kennen.) Wir möchten uns zuletzt noch bei unseren beiden Begleitlehrern für das sichere Führen und die Geduld bedanken, mit der Sie diese Studienfahrt mit den sicher nicht allzu einfachen „red devils“ angegangen sind.

Lisa Maier & Yvonne Amann