Wo ein Schlafsaal für 20 Kinder bereits als Luxus gilt... Andreas Heise (Berlin) referiert zum neuen Schulsozialprojekt des Salvatorkollegs in Indien

Am Dienstag, den 24.06. hat Andreas Heise, Lehrer an der Salvator-Oberschule Berlin über die Arbeit des noch recht jungen karitativen GIPP-Programms in Assam (Indien) berichtet. Das German- Indian Partnership- Programme e.V.  – so der Name der Einrichtung in vollem Wortlaut, betreibt derzeit fünf ausgesprichen erfolgreiche Projekte im indischen Bundesstatt Assam – der selbst für indische Verhältnisse als sehr arm gilt. Zu den von Heise vorgestellten Projekten gehören unter anderem die Unterstützung einer Blindenschule in Guwahati sowie die Stipendienvergabe an Kinder aus mittellosen Familien für die Salvatorschule in Nagaon. Auch das Bad Wurzacher Salvatorkolleg schließt sich der Arbeit von GIPP an; die von Venerini-Schwestern geleitete Blindenschule und die Schule der Salvatorianer bilden – nach Einrichtungen in Rumänien und der Demokratischen Republik Kongo in den vorangegangenen Jahren – das aktuelle Schulsozialprojekt des Gymnasiums Salvatorkolleg.
Dass bei den genannten Projekten etwaige Spendengelder gut angelegt sind, dies konnte der Vortrag von Andreas Heise überzeugend verdeutlichen: Bereits einfache und relativ kostengünstige Investitionen – spartanische Schlafsäle, preisgünstige Computer oder umgerechnet zwanzig Euro monatliches Schulgeld – werden mit Freude und Begeisterung angenommen. Nicht nur die äußerst kundigen, zugleich unterhaltsamen, manchmal auch erschütternden Schilderungen Heises, sondern auch die von GIPP produzierten kurzen Dokumentarfilme vermittelten dem Publikum ein plastisches Bild von den in Assam herrschenden Verhältnissen – und der Effektivität der Arbeit von GIPP. Besondere Dank gilt neben dem engagierten Referenten vor allem den Bad Wurzacher Lehrerinnen Sabine Köhler und Karin Heine, die nicht nur den Kontakt zu GIPP hergestellt, sondern auch den abendlichen Vortrag organisiert haben. Darüber hinaus ist die Schule den freiwilligen KSJ-Schülerinnen, die die Bewirtung übernommen haben, sowie Frau Daiber, die das exotische Buffett  zubereitet hat, zu Dank verpflichtet.


Markus Benzinger