Biologisches Kolloquium 2014 (Samstag, 17. Mai)

  • Thema: Moore und ihre Auswirkung auf das Klima
  • Referent: Prof. Dr. Matthias Drösler

Über 80 % unserer Moore in Deutschland sind bereits entwässert worden, um v.a. Ackerland, Grün- und Waldflächen zu gewinnen. Nur noch ca. 5% sind naturbelassene oder renaturierte Moore.
Im Zusammenhang der Problematik des Treibhauseffektes wurden die noch  intakten Moorflächen in das Zentrum wissenschaftlicher Untersuchungen gerückt, um die zentrale Frage zu klären, wie sich diese Moore auf das Klima (und den Treibhauseffekt) auswirken. Herr Prof.  Dröslers Untersuchungen zeigten eindeutig, dass intakte Moore riesige Kohlenstoffspeicher sind, welche aufgrund des Moorwassers lange Zeit konserviert werden. Im Falle einer Trockenlegung (Entwässerung) von intakten Mooren, gelangen die organischen Reste über die Wasseroberflache. Bakterien und Pilze können nun den Kohlenstoffspeicher mit Luftsauerstoff verwerten. Das Resultat ist eine verstärkte Produktion des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid.
Der Referent machte unmissverständlich klar, dass der Erhalt der noch verbliebenen Moorflächen aber auch die Renaturierung von Mooren einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz ist. Auch die Maßnahmen (Bewässerung) im Wurzacher Moor zeigen bisher eindeutig positive Resultate.
Der Weg der Renaturierung ist noch lange, aber er ist auch das Ziel.