Besinnlichkeit nach den Feiertagen

 Musik-Ensembles des Salvatorkollegs geben Besinnliches Konzert um die Jahreswende in St. Verena am 19.01.2014

 Endet die Besinnlichkeit am letzten Weihnachtsfeiertag mit dem Aufessen der letzten Plätzchen? Diese provokative Frage stellte Verena Rast, die durch das Programm führte, zu Beginn des Konzerts in St. Verena, das in früheren Jahren als Adventskonzert veranstaltet wurde. Heuer fand es im Januar statt, hieß deswegen Besinnliches Konzert um die Jahreswende und lieferte den Beweis, dass Besinnlichkeit eben auch nach der Festzeit möglich ist.Bereits vor der genannten Programmansage stimmten die Schlossbläser die traditionell zahlreichen Zuhörer mit einer barocken Suite ein, danach zeigte der Nachwuchs, die Bläsergruppe von Bernhard Klein, mit der Eigenkomposition „Winterglitzer“ sein Können. Auch der Chor der fünften Klassen überzeugte, beim Lied „Shalom Chaverim“ zusammen mit den Bläsern, bei „Peace to you“ in Gestalt eines Lichtertanzes, mit Vielseitigkeit und Charme. Fast seinen allerersten Auftritt hatte das im vergangenen Jahr gegründete Vokalensemble unter der Leitung von Musiklehrerin Barbara Sigg. Beim Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“ wurden die Sängerinnen der Kursstufe von Caroline Schönball (Kursstufe 1, Violine) und Lehrerin Claudia Wick (Querflöte) begleitet. Die Interpretation des englischen Weihnachts-Klassikers „Hark! The Herald Angels Sing“ sorgte für Gänsehaut. Auch im Folgenden wurde – gemäß Programmansage – „Weihnachtliches und Unweihnachtliches“ geboten, im Fall des Schulchors: zuerst zwei Weihnachts-Carols von Rutter, danach der 60er-Jahre Evergreen „Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel. Bei der von Manfred Gaupp geleiteten Big Band wurde daraus gleich ein zehnminütiges Potpourri, das unter anderem „Somewhere over the Rainbow“ in interessanten Variationen bot. Das einst traditionelle, aber bereits im vergangenen Jahr nicht mehr gespielte „Tochter Zion“ stand auch in diesem Jahr nicht am Ende des Konzerts. Vielmehr wurde als Schlusslied, bei dem (ebenso traditionell) alle Ensembles des Salvatorkollegs sowie, im Idealfall, alle Anwesenden, mitsingen, „Dona nobis pacem“ ausgewählt – passend zur Konzeption des gesamten Konzerts: Nicht rein weihnachtlich, aber sehr feierlich und besinnlich. Auch in einer anderen Hinsicht wurde die Tradition gewahrt: Die Spenden, die statt eines festen Eintrittspreises erbeten wurden (sie gingen auch in diesem Jahr für die von Salvatorianern geleitete St. Charles Lwanga Schule in der Demokratischen Republik Kongo) flossen reichlich: über 1137 Euro sind zusammengekommen.

 

Markus Benzinger

> zum Artikel in der SZ vom 22. Januar 2014