Studienfahrt Madrid

Als erste der drei Studienfahrten begann unsere Fahrt in die viertgrößte Metropole Europas und Hauptstadt Spaniens am Samstag, 20.10.2012, um 14.45 Uhr am Bahnhof Memmingen. Von dort aus nahmen wir mit Frau Conrad und Herr Heine die Zugfahrt zum Flughafen München auf, wo auf den einen oder anderen das erste Mal Fliegen mit den entsprechenden Fragen und Herausforderungen wartete. Die Unerfahrenen wurden jedoch von den Erfahreneren ausführlich informiert, wodurch die Flugangst wortwörtlich schnell verflog.

Nach einem guten Flug von München nach Madrid machten wir uns dann in der komplett überfüllten „Metro“ auf in Richtung unseres Hostels. Es blieb leider trotz Warnung nicht aus, dass der ein oder andere die „Metro“ mit durchwühltem Rucksack oder sogar mit einem iPhone weniger verließ. Anschließend kamen wir um 0.45 Uhr misstrauisch blickend und unser Gepäck schützend im Hostel „Los Alpes“ an. Dort warteten hervorragende Zimmer auf uns, weshalb alle sofort ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns nach beinahe vergeblicher Frühstückssuche übermüdet auf dem „Puerta del Sol“, dem „kilometro zero“. An diesem und den nachfolgenden Tagen beschäftigten wir uns ausführlich mit der Kultur Spaniens und Madrids, besuchten den „Plaza Mayor“, die Messe in der Kathedrale „Santa María la Real de La Almudena“, den Königspalast „Palacio Real“ (inkl. spenglischer Führung) und das spanische Parlament „Congreso de los Diputados“. Außerdem besichtigten wir das Museum „Reina Sofia“ mit dem weltbekannten Gemälde „Guernica“ von Picasso sowie den Palast „El Escorial“ mit seiner beeindruckenden Bibliothek. Der Stadt Toledo war ein ganzer Tag gewidmet, weshalb uns neben dem kulturellen Wert dieses Besuches sicherlich die Hanglage der Stadt und unsere schmerzenden Füße in Erinnerung bleiben werden. Dabei darf nicht verschwiegen werden, dass all unsere Besichtigungen von mühsam ausgearbeiteten Schülerreferaten begleitet sowie von den Lehrern mit wertvollen Informationen ergänzt wurden.

Da wir uns das Stichwort Integration großgeschrieben hatten, integrierten wir uns auf eigene Faust vollständig in das umfangreiche Nachtleben Madrids. Vielleicht liegt es an diesem nicht einzudämmenden Integrationswillen, dass morgens die Pünktlichkeit teilweise zu wünschen übrig ließ, während beim Treffpunkt für den Rückweg stets jeder pünktlich war. Um alle Facetten der spanischen Kultur kennen zu lernen entschieden wir uns außerdem eines Abends dazu, alle zusammen in einer Tappas-Bar zu Abend zu essen und probierten in unserer Freizeit spanische Gerichte aus, was nicht heißen soll, dass der ein oder andere Cheese-Burger oder Döner fehlten. Von der Tatsache beeindruckt, dass es in ganz Madrid wohl keine zehn unbeschädigten Autos gibt, integrierten sich ein paar von uns durch das Anmieten eines Kleinwagens ins spanische Verkehrsgeschehen, was erstaunlicherweise ohne Dellen oder Schrammen ablief. Es ist anzumerken, dass wir über die kulturellen Höhepunkte hinaus sogar noch herausfinden konnten, dass kein einziges Taxi von Madrid nach Gospoldshofen fährt und wie das Wort „Prolet“ zu definieren ist.

Am Donnerstag dann mussten wir bis 9.30 Uhr unsere Zimmer räumen und machten uns nach kurzer Freizeit auf den Weg nach Memmingen, wo wir um 21.51 Uhr erschöpft ankamen. Fünf eindrucksvolle Tage waren vorbei und wir nahmen einen insgesamt sehr positiven Eindruck von der Stadt Madrid und der spanischen Lebensweise mit nach Hause. An dieser Stelle dürfen wir uns bei Frau Conrad und Herrn Heine bedanken, die uns kompetent das notwendige Hintergrundwissen vermittelt, sicher durch Madrid geführt und uns auch außerhalb des dafür vorgesehenen Zeitraumes Freizeit gegeben haben.

 

Julian Walentin