Bericht Schüleraustausch Luxeuil-les-Bains

Der Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Salvatorkolleg Bad Wurzach und den Schulen der französischen Partnerstadt Luxeuil-les-Bains (Collège Saint Colomban, Collège Mathy und Lycée Lumière) gehört zwischenzeitlich zum festen Jahresprogramm der Schulen. Erstmals nahm in diesem Jahr auch das Collège des Combelles aus Fougerolles am Austausch teil.
37 SchülerInnen des Salvatorkollegs machten sich am Freitagmorgen, den 20. Oktober um 8 Uhr zusammen mit den Lehrerinnen Frau Karin Heine, Frau Ulrike Schönit und Frau Ulrika Stützle auf die Reise nach Luxeuil-les-Bains.
Nach einem längeren Aufenthalt in Freiburg (den viele zum Einkaufen oder Besichtigen des Münsters oder der Stadt allgemein nutzten) kam die Gruppe gegen 16 Uhr in Luxeuil-les-Bains am „Parking de Potiers“ an.
Alte sowie neue Freunde und Familien wurden gesucht und begrüßt. Nach dem Empfang von allgemeinen Informationen zum Aufenthalt durch den Lehrer der jeweiligen französischen Schule zerstreuten sich alle recht schnell und das Wochenende in den Gastfamilien begann. Einige SchülerInnen hatten ein vollständig durchgeplantes Wochenende mit vielen Aktionen, andere lernten eher „la vie française“ (das französische Leben) in den Gastfamilien kennen.

Auch das Wochenprogramm war je nach Schule unterschiedlich. Es folgt nun eine kurze Zusammenfassung aller Aktivitäten, die die Woche über unternommen wurden:
MONTAG Die SchülerInnen des Collège Mathy nahmen mit Ausnahme einer kurzen Besichtigung des Museums vom Turm „Échevins“ den ganzen Tag am Unterricht teil. Die SchülerInnen am Collège Saint Colomban hatten gleich am Montag ihren Tagesausflug nach Metz wo sie die Stadt sowie das Kunstmuseum „Centre Pompidou“ besichtigten. In Fougerolles wurde morgens in der Schule gearbeitet und mittags besichtigten sie Fougerolles. Die Gastschüler am Lycée Lumière erlebten einen ganz normalen französischen Schultag – von acht Uhr morgens bis 17:30 Uhr. Das hört sich für deutsche Verhältnisse sehr lang an. Doch das französische Schulsystem unterscheidet sich eben von dem deutschen, wie alle feststellen konnten (einige Beispiele: französische Schulstunden gehen je 55 Minuten, im Unterricht streckt man für gewöhnlich nicht, in der Mittagspause essen fast alle Schüler in der Kantine und es gibt hin und wieder Freistunden, in denen man machen kann, was man möchte). Am Abend war noch ein deutsch-französisches Volleyballtunier organisiert, an dem deutsche und französische Lycée-SchülerInnen teilnahmen.
DIENSTAG Am Dienstagmorgen trafen sich alle Deutschen das erste Mal beim Bürgermeisterempfang im Rathaus wieder. Michel Raison (der amtierende Bürgermeister von Luxeuil-les-Bains) empfing mit einigen Stellvertretern gegen 11:30 Uhr die deutsche Gruppe, deren französische Austauschpartner sowie ein paar Abgeordnete jeder Schule in einem Saal im Rathaus. Er hielt eine Rede, die Frau Stützle übersetzte. Monsieur Raison bedankte sich für den netten Empfang, den er bis jetzt immer in Bad Wurzach erhalten hatte und wolle dies nun gleich tun. Er forderte alle SchülerInnen auf, gut zu lernen, sodass die andere Sprache in dieser Zeit des Friedens in Europa keine Barriere darstelle. Er endete mit dem Wort „Danke“. Danach hielt noch der Schulleiter des Lycée eine kurze Rede und im Anschluss gab es Gebäck und Orangensaft für alle.
Am Nachmittag wurde Luxeuil erkundet (von den deutschen GastschülerInnen des Collège Mathy und des Lycée Lumière) oder eine Führung durch Fougerolles unternommen (Collège des Combelles) Die Schüler des Collège Saint Colomban bekamen bei der Führung des Schulleiters, Herr Loigerot, die Gelegenheit, Räumlichkeiten der Abtei, die Basilika und die Ausgrabungen aus der Römer- und Merowingerzeit zu besichtigen. So erfuhren sie an Ort und Stelle viel über die Geschichte Luxeuils.
MITTWOCH Die deutschen und französischen SchülerInnen des Collège Mathy und des Collège des Combelles verbrachten ihren vorletzten Tag in Nancy. Dort wurde das „Musée de l’aquarium“, das „Goethe Institut“ und in der Stadt selbst die „Place Stanislas“ und „Carrière“ besichtigt. Der Ausflug der SchülerInnen des Lycées ging nach Belfort. Hier wurde die Citadelle, der Lion, das „Vieux Belfort“ und das „Musée des Arts Modernes“ besichtigt. Außerdem gab es reichlich Freizeit in der Stadt. Die SchülerInnen des Collège Saint Colomban verbrachten ihren Vormittag mit ihren Partnern in der Schule und den Nachmittag in den Familien (Mittwochnachmittag ist in Frankreich der einzige Werktag ohne Nachmittagsunterricht).
DONNERSTAG Am Lycée wurde der letzte Tag in der Schule verbracht. Die SchülerInnen der zwei Collèges in Luxeuil hatten vor- bzw. nachmittags einen „Cross du collège au parc des Thermes“ (Lauf des Collège im Park der Thermen). Dieser wird in einer örtlichen Zeitung so beschrieben: „courir pour le bonheur“ (Rennen zur Beglückung). An dem 3,5 km-Lauf nahmen neben den 2000 französischen SchülerInnen auch die deutschen GastschülerInnen teil. Anna-Lena Ruf erreichte dabei einen tollen 3. Platz und bekam viel Applaus bei der Überreichung der Medaille.
In Fougerolles bekamen die dortigen SchülerInnen noch eine letzte Führung durchs „Ecomusée de Fougerolles“ und durchs „Maison de Griottines“ (Haus der Griottinkirschen).
FREITAG Am Freitag stand dann gleich vor Unterrichtsbeginn (um acht Uhr) der Abschied an… die meisten gingen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Es war eine sehr gelungene Reise in unsere schöne Partnerstadt Luxeuil-les-Bains, die uns um einige Erfahrungen bereicherte.
An dieser Stelle deshalb auch noch ein herzliches Dankeschön an Frau Heine, Frau Schönit und Frau Stützle.

Natalie Spieler, 10d