Studienfahrt Prag: Wenn das Bier günstiger als Cola ist

Zu gewohnter Schulzeit ging es am Montag zusammen mit unseren Begleitlehrern Herrn Brade und Herrn Epting los in Richtung Prag. Vor uns lagen einige Stunden Busfahrt, die zu Beginn noch vom Klirren und Zischen einiger Bierflaschen begleitet wurden. Schnell wurde dem jedoch durch die aufmerksamen Begleiter, bis auf unfreiwillige Ausnahmen, ein Ende gesetzt. Vor allem bestimmte Schüler durften diese Erfahrung noch ein paar Mal im Laufe der nächsten Tage machen.

Noch am selben Abend stand ein gemeinsamer Restaurantbesuch auf dem Programm, was den Abend für alle ruhig ausklingen lassen sollte. Wieder im Hotel zurückgekehrt, musste jedoch die Erfahrung gemacht werden, dass man hier tatsächlich auf sein Hab und Gut aufpassen muss um Diebstahl zu umgehen. Also hieß es immer: Taschen bei sich behalten und bloß kein Geld aufheben, die Tricks sind vielfältiger als gedacht.
Auch die Kälte konnte uns nicht davon abhalten den 70m hohen Burgberg bis zum Hradschin zu erklimmen. Ausgehend von der beeindruckenden Burg machten wir uns auf auf die Spuren großer Dichter und Lyriker.
Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und den vielen Kilometern zu Fuß - sowohl bei Tag als auch bei Nacht - blieb uns noch immer genug Zeit auch das Nachtleben Prags auf unterschiedlichste Art und Weise zu erkunden.
Fast immer kamen alle heil an und der Tag konnte wieder neu starten mit der Suche nach dem günstigsten Lokal (gemessen am Preis pro Bier).

Einer der Höhepunkte war der Besuch bei der Deutschen Botschaft. Diese liegt quasi zu Füßen des Hradschins. Empfangen wurden wir vom Leiter der Rechts- und Konsularabteilung. Dieser vermittelte uns an eine nette Praktikantin, welche sich bereitstellte uns eine ausführliche Führung zu geben. Besonders beeindruckend war hier das Denkmal an den Herbst 1989, ein Trabbi mit Füßen. Anschließend sahen wir uns einige Szenen aus dem besagten Herbst an, in dem die Botschaft mit mehr als 4.000 Menschen überfüllt war. Dies waren teilweise sehr emotionale Bilder, die sogar unsere verkaterten Mitglieder ergriffen.

Als dann die Heimreise nach einigen interessanten, aufschlussreichen und auch lustigen Tagen angetreten werden konnte, erschien der Aufstieg zur Karlsburg wie die letzte zu Bewältigende Aufgabe, die - nun geübt - alle gut meisterten.
Letzte Station: Brauereibesichtigung. Eins der wohl am meisten begehrten Ausflugsziele der Fahrt. Doch der Wind wurde uns bald aus den Segeln genommen: Eine gratis Verköstigung gab es auf Grund der "Minderjährigen" unter uns nicht. Dafür verlief der abschließende Gaststättenbesuch umso ausgelassener und fand sein Finale in einem "Duell der Volkslieder". Von links nach rechts durch den großen Raum der Gaststätte.
Auf der Weiterreise wurde es immer ruhiger im Bus, bis ein beherztes "So meine Lieben" alle aus ihren Träumen riss und man sich im bekannten - ebenfalls kalten - Bad Wurzach wiederfand.

Mathias Fischer und Margaux Kuwilsky