AUCH DER RAUM IST EIN LEHRER

Zur Einweihungsfeier zur Renovierung des Schulgebäudes am 22.11.2011

Ein schwedisches Sprichwort besagt, dass ein Schüler drei Lehrer habe: den Schullehrer selbst, die Gesamtheit der Mitschüler und den Unterrichtsraum. Herr Schwarz, einer der am dritten Bauabschnitt der Schulrenovierung beteiligten Architekten, stellte dieses Sprichwort in den Mittelpunkt seiner Rede anlässlich des Festaktes zur Renovierung des Schulgebäudes. Und in der Tat werden die neugestalteten Verwaltungsräume, das umgestaltete Foyer und die renovierten Klassenräume nicht ohne Einfluss auf alle Beteiligten des Schulalltages bleiben: Schülerinnen und Schüler finden eine gänzlich neue Lernumgebung vor, die bereits anlässlich des Festaktes von den Besuchern mit großem Interesse besichtigt wurde. Selbiges gilt für das an neuer Stelle und in zuvor ungekannter Größe entstandene Lehrerzimmer, dessen farbenfrohe, gleichwohl klare Gestaltung und hochwertige Einrichtung eine neue Arbeitsatmosphäre schafft.
Dass sich alle diesbezüglichen Mühen und Investitionen gelohnt haben, hob Schulleiter P. Friedrich Emde bei seiner Rede zu Recht hervor. Sein Dank an alle Beteiligten, von der Bauleitung über die   Architekten und Handwerker bis zu den Verantwortlichen der Stadt Bad Wurzach, sei auch an dieser Stelle noch einmal hervorgehoben, auch wenn es nicht noch einmal Rosen zum Geschenk gibt: An diese originelle „stumme“ Geste der Innenarchitektin Kathrin Mangold, die sich in der Einrichtung der Verwaltungsräume und des Lehrerzimmers wie auch des Foyers verwirklichte, sei hier noch einmal erinnert. Mit Bürgermeister Roland Bürkle und seiner Rede zur Einweihung des neuen Bauabschnittes sei zudem noch einmal an die herausragende Leistung des viel zu früh verstorbenen Architekten Michael Luib erinnert – die neugeschaffene Schule ist in erster Linie sein Vermächtnis.
Damit nicht nur ein neues Lernklima, sondern auch Gottes Segen in die renovierten Räume einzieht, hat P. Hubert Veeser den Akt der Einweihung im wörtlichen Sinn vollzogen: Mit der Weihe der neuen Zimmer und dem Aufhängen der Kruzifixe stehen die Räume nun als „Lehrer“ unserer Schüler und Arbeitswelt aller an der Schule beschäftigten bereit. Dass dies auch für die Geschäftsführung unserer Schule Grund zur Zufriedenheit ist, unterstrich Hans-Peter Staiber in seiner kurzen, aber herzlichen Dankesrede.
Die während des Festaktes in Endlosschleife an die Wand projizierten Fotographien des Foyers und des Treppenhauses in ihrem Zustand vor der Renovierung erinnerten die anwesenden Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und weiteren Besucher daran, wie tiefgreifend die Umbauarbeiten das Erscheinungsbild der Schule verwandelt haben. In diesem Sinne steht zu hoffen, dass es nun, dem einleitenden schwedischen Sprichwort zufolge, um alle „Lehrer“ unserer Schüler – die „echten“ Lehrer, die Mitschüler und selbstverständlich die Räume – bestens bestellt ist.

Markus Benzinger

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