Bischof Enrique Figaredo zu Besuch am Salvatorkolleg

Bischof Enrique Figaredo, der Vorsitzende der „Caritas Kambodscha“, hat sich am Donnerstag zwei Schulstunden Zeit genommen, den Abiturienten etwas über sich, aber vor allem aber über seine Arbeit in Kambodscha zu erzählen und fragen zu beantworten.
Bischof Enrique Figaredo ist Mitarbeiter des Misereor e.V. und war von 1993 bis 2000 Leiter des „Center of the Dove“ in Kambodscha in der Provinz Kanal. Das Zentrum befasst sich mit der Herstellung, Verteilung und dem Vertrieb von Rollstühlen für Kriegsversehrte. Seit Ende 2000 ist er Bischof von Battambang und seit 2007 Vorsitzender von „Caritas Kambodscha“, der nationalen katholischen Fachstelle für Sozial- und Entwicklungsarbeit, die sich in der letzten Zeit vermehrt auch den Problemen im städtischen Raum, insbesondere infolge der Vertreibung in Phnom Penh zugewandt hat.
Bischof Enrique Figaredo unterstützte seinen Vortrag durch eindrucksvolle Fotos aus Kamdoscha, größtenteils aus Phnom Penh, und wies damit sehr deutlich auf die Probleme hin, mit denen die Einwohner tagtäglich zu kämpfen haben. Ein sehr großes Problem in Kambodscha stellt die große Zahl von Landminen dar, Überreste aus dem Krieg zwischen Kambodscha und Thailand. Diese Landminen verursachen des Öfteren schlimme Unfälle, bei denen meist der arme Teil der Bevölkerung betroffen ist. Bischof Enrique Fiagro will mit seiner Arbeit Menschen helfen, die beispielsweise durch eine Landmine ihr Bein verloren haben, eine neue Perspektive in ihrem Leben zu finden.