BioLab - das rollende S1-Labor

Am Montag und Dienstag (31.1. und 1.2.2011) konnten unsere Schüler der 13. Klasse im S1-Labor des BioLabs - zumindest in praktischer Hinsicht - gentechnisches Neuland betreten.
Das im Unterricht theoretisch behandelte Wissen um die Gelelektrophorese, die PCR- Methode (Polymerase-Kettenreaktion) und den genetischen Fingerabdruck konnten die Schüler nun praktisch umsetzen.
Im ersten Schritt wurde aus dem Mundraum per Abstrich Schleimhautzellen gewonnen; aus ihnen wurde anschießend die DNA isoliert.
Dann wurde das Beta-Blobin-Gen der Mundschleimhautzellen mittels der PCR- Methode (sie dient vor allem dazu, geringste DNA-Mengen zu vervielfältigen) gezielt vermehrt. Leider durften Sie mit ihrer DNA keine weiterführenden Experimente machen, da dies nur kriminalistischen Labors vorenthalten ist.
Der letzte Praktikumsteil bestand aus einem erfundenen Kriminalfall, den die Schüler mittels eines genetischen Fingerabdrucks des Opfers und aller Verdächtigen "lösen" konnten; leider hat die Analyse des Fingerabdrucks keine eindeutigen Beweise - sondern nur Indizien - für die Schuld von "Thomas" geliefert. Eine eindeutige Überführung war daher nicht möglich.
Im Großen und Ganzen war das BioLab eine runde Sache, die Spaß gemacht und u.a. viel Wissenswertes vermittelt hat.
An dieser Stelle möchten wir uns alle nochmals herzlich bei Tanja Lommel, Andreas Horschinek und dem Fahrer des BioLabs - dessen Namen ich leider vergessen habe, aber nicht unterschalegen möchte – für ihre Mühen und ihr Engagement bedanken.

>> Artikel in der SZ vom 1.Feb. 2011