Studientag 13: Ethik von Muster- und Gesichtserkennungstechniken

Den 30. April verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 mit einem Studientag. Frau Schlör vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften in Tübingen (IZEW) führte die Schüler an Hand eines Fallbeispiels durch die Methode der Reflexiven Beratung.

Der Fall: Der Leiter einer Bank erwägt nach zahlreichen Überfällen die Einführung eines Sicherheitssystems, das auf Grund von Muster- und Gesichtserkennung verdächtige Personen wegen ihres Verhaltens oder Aussehens meldet.

Die reflexive Beratung erfolgte dann  in 3 Schritten:
1. Ad-hoc-Beratung: Kennenlernen der Fallgeschichte (oder in der Regel des Fallberichterstatters mit seinem Fall) und Handlungsempfehlung der Schülergruppe.
2. Reflexionsphase: Erarbeitung der normativen und empirischen Grundlagen, Reflexion der Ergebnisse der Ad-hoc-Beratung auf der Basis von Urteilsbildungsmodellen
3. Präsentation und ausführliche Beratung

Frau Schlör stellte ans Ende des Vormittags einen Gedanken von Epikur:
„Wer jung ist, soll nicht zögern zu philosophieren, und wer alt ist, soll nicht müde werden im Philosophieren. Denn für keinen ist es zu früh und für keinen zu spät, sich um die Gesundheit der Seele zu kümmern.“

Für die künftigen Abiturienten bot der Vormittag sowohl einen Einblick in die Arbeit des IZEWs als auch eine Vertiefung der Inhalte des Philosophisch Theologischen Forums.

Das Gymnasium Salvatorkolleg bedankt sich bei der Bildungsstiftung der Kreissparkasse Ravensburg für die Unterstützung bei der Finanzierung des Studientags.