politisches Engagement

Aus der Erkenntnis langjähriger Elternarbeit heraus wird deutlich, dass es wenig Sinn macht, sich allein auf das lokale Schulumfeld zu beschränken. Hier dreht man sich mit mannigfaltigen Problemen nur im Kreis, da der Lösungsansatz bei politischen Weichenstellungen liegt (klassische Problemfelder: hoher Unterrichtsausfall durch zu knappe Personalressourcen, fehlende Krankheitsvertretung, große Klassen, Disziplinierung bzw. Kündigung von nachweislich ungeeignetem Lehrpersonal, Schülerbeförderung, bauliche Unzulänglichkeiten und für uns zusätzlich die Privatschulfinanzierung, die bei vielen obigen Punkten eine zentrale Rolle spielt).

Es zeigt sich, dass das Bewusstsein für politische Teilhabe in der Elternschaft  nur sehr gering ausgeprägt ist. Nur eine starke, engagierte Elternschaft kann politisch glaubwürdig wirken und die wenigen, die sich in übergeordneten Gremien ( GEB / LEB / ARGE / BER ) engagieren, sollten sich auf eine stabile zuarbeitende breite Basis stützen dürfen. Das macht eine Teamarbeit und das Zurückstellen privater Termine mitunter unabdingbar. Die verschiedensten Aufgaben in der Elternarbeit sollten sich zuverlässig auf eigenverantwortliche und teamfähige Schultern verteilen lassen, da ein Vorsitzender diese notwendigen Termine in seinem Ehrenamt allein schon gar nicht bewältigen kann und auch nicht muss – er darf delegieren. Eltern sind nahezu die einzige Lobby von Kindern und man merkt es unserem Land  auch an, dass es mit der Wertschätzung kindlicher und familiärer Bedürfnisse nicht so gut bestellt ist, wie es unserem Wohlstand eigentlich entspräche (fortwährend sinkende Geburtenrate / Entwöhnung der Öffentlichkeit von kindlichen Lebensäußerungen und Ansprüchen).

Wir versuchen hier an unserer Schule uns auch überregional zu vernetzen und einzubringen, was uns durch die Verteilung der Elterntätigkeiten im Elternbeiratsteam zunehmend gelingt. Wir haben uns sowohl für eine zusätzliche Schulsozialarbeiterstelle für Bad Wurzacher Schulen erfolgreich eingesetzt, aber auch den Fortbestand des städtischen Hallenbades zu sichern steht auf der Agenda. Die Schülerbeförderung und die Finanzierung der freien Schulen sind Hauptthemen unseres Engagements. Bildungspolitik zeigt sich leider entlarvend ideologisch dominiert, richtet sich zunehmend nur an Wirtschaftlichkeitsinteressen aus – sie wird so zum Spielball der Parteieninteressen. Hier unsere familiäre Stimme zu erheben ist eine zentrale Aufgabe von Elterngremien wie dem Landeselternbeirat. Die dort für 3 Jahre gewählten Vertreter brauchen eine beeindruckende Legitimation durch eine hohe Wahlbeteiligung, um eine starke Position gegenüber der Politik einnehmen zu können – davon sind wir bedauerlicherweise noch sehr weit entfernt (nur ein Bruchteil der Wahlberechtigten der verschiedenen Schulen machen sich die Mühe einen Samstagvormittag dafür zu opfern. Hier stehen alle Eltern in der Pflicht.)

Als freie katholische Schule mit öffentlicher Mitfinanzierung durch die Stadt nehmen wir eine nicht ganz einfache Zwitterstellung ein. Wir kümmern uns um öffentliche Belange Link zum GEB Bad Wurzach ebenso wie um die Belange des freien Trägers, unserem Ordensschulverbund ( www.ordensschulen-traegerverbund.de/ ).

Für uns ist eine Teilnahme an den verschiedensten Gremien wichtig, damit wir jeweils über die Zusammenhänge und vielleicht auch Kollisionen im Bilde sind. Auch hier ist eine Verteilung auf mehrere Schultern unabdingbar.

Für uns bedeutsame Gremien (verbunden mit entsprechenden Sitzungsterminen und Wahlen):

GEB der Stadt Bad Wurzach

Treffen der Elternbeiräte des Ordensschulverbundes mit Bildung einer Vernetzungsgruppe zur Privatschulfinanzierung (hier stehen wir mit dem LEB-Vertreter für die freien Schulen in engerer Verbindung).    

GEB der Diözese Rottenburg www.schulstiftung.de

ARGE  Arbeitsgemeinschaft gymnasialer Eltern der Regierungsbezirke
www.arge-tuebingen.de

LEB Landeselternbeirat www.leb-bw.de

BER Bundeselternrat  www.bundeselternrat.de