Frühere Schuljahre
Planung
Island Plan:
Der "Island Plan" ist eine Karte, auf der ganz Jersey abgebildet ist. Er wurde im Jahr 2002 entworfen und unterteilt die Insel in verschieden farbige Gebiete, die für unterschiedliche Baugenehmigungen stehen, so darf man z.B. in dunkelgrünen Gebieten überhaupt nicht bauen. Das Problem dabei ist, dass die Linien in vielen Fällen eher zufällig gezogen wurden, ohne vorher genau zu prüfen, wo genau sie verlaufen. So kann es vorkommen, dass jemand sich auf eine winzige Linie im Island Plan beruft, wenn er ein modernes Einkaufszentrum neben ein altes Baudenkmal baut oder einfach einen Teil davon abreißt. Der neue Minister für Umwelt und Inselentwicklung Freddy Cohen möchte diesen Island Plan noch während seiner Amtszeit überarbeiten und individuell anpassen. Außerdem soll im neuen Plan auch auf die bestehende Architektur Rücksicht genommen werden, sagt Cohen ("My view is, it's inadequate, it doesn't understand the importance of good architecture, you can't run good planning by taking boxes... I hate it").
Waterfront:
Die Waterfront ist ein neuer Stadtteil, der 2002 auf einem Stück Land vor St. Helier entstand, das durch Trockenlegen dem Meer abgerungen wurde. Bei der Bebauung wurde jedoch keine Rücksicht auf vorherrschende Baustile genommen, wodurch ein krasser Gegensatz zum restlichen St. Helier entstand. Dieser wird auch noch durch eine riesige Straße verstärkt, die den neuen vom alten Teil der Stadt abgrenzt. Freddy Cohen, der in seiner Funktion als Planugsminister für solche Projekte zuständig ist, war überhaupt nicht von der Waterfront begeistert, die noch von seinem Vorgänger gebaut wurde.Er beabsichtigt, die Straße zu entfernen und solange nichts mehr zu genehmigen, bis ihm angemessene Pläne vorgelegt werden ("What we've got at the moment is terrible, it's just awful, there isn't a decent building on the Waterfront. They look cheap, they have no relevance to Jersey, they could be in any country in the world, they are right in front of one of our most important buildings, Elizabeth Castle, and it's quite simply pathetic. And...well, stop at that").
Amt:
Das Amt des Ministers für Umwelt und Inselentwicklung ist in einer demokratischen Gesellschaft einzigartig, da er zwar vom Regierungschef ernannt wird, jedoch nicht mehr entlassen werden kann. Zudem kann er seine Entscheidungen völlig unabhängig treffen und muss niemandem Rechenschaft ablegen. Cohen selber weist auf die Gefahr hin, dass hier die gesamte Macht in einer Person konzentriert ist und dieses System damit extrem anfällig für Korruption wird
( "It's a very unusual position and I don't know any other democracy where such a decision- making power in relation to planning is concentrated in one person. The States have no authority over my planning decisions, they can't direct me, all they can do is ask me something)".
Seit der Verlagerung der Entscheidungsbefugnis von einem Komitee auf einen einzigen Minister im Jahr 2005 gibt es neben ihm nur noch ein so genanntes "planning applications panel", das nur noch beratende Funktion hat und lediglich kleinere Entscheidungen fällen darf.
Wahl:
Freddy Cohen wurde im Jahr 2006 mit 14.000 Stimmen für sechs Jahre zum Senator in die "States Assembly" gewählt. Dabei standen ihm 134 Wahlkampfhelfer zur Verfügung. Dies war bereits sein zweiter Versuch gewählt zu werden. Aus seinem ersten Versuch hatte er gelernt, dass man zuerst seinen Namen kennen muss, dann sein Gesicht und am Ende die Politik, für die er steht ("You don't need policies, you just gonna talk to people."). Außerdem fand in jeder der zwölf Gemeinden ein so genanntes "husting" statt, bei dem die Kandidaten vorgestellt werden und sich den Fragen des Publikums stellen müssen. Das Problem besteht darin, dass alle Kandidaten auf die Fragen antworten müssen ("The rule is, you can say you don't know the answer once in an evening, but you can't say it more than once.").
Ziele:
Freddy Cohen hat sich als Minister für Umwelt und Inselentwicklung vieles vorgenommen. So möchte er zum Beispiel das Niveau der Architektur verbessern und das "absolutistische" System in seinem Ministerium vor dem Ende seiner Amtszeit demokratischer gestalten. Er hat bereits ein Programm auf den Weg gebracht, das jedem Bürger den Erwerb eines Eigenheims ermöglichen soll ("I'am a believer that the best way in a British influenced society to develop a satisfied community, is by getting as many people as possible to own their own homes"). Hierzu bezahlen die "States" einen Teil des Kaufpreises. Der Käufer kann dann nach und nach das Haus ganz von den "States" abkaufen. Wenn er das Haus verkauft, bekommen die "States" ihren Anteil wieder zurück, falls es noch nicht vollständig im Besitz des Käufers war. Die Kritik an diesem System war anfangs sehr groß, doch bald zeigte sich seine positive Wirkung ("Everyone had a different stupid idea about why it wouldn't work. Now virtually everybody is incredibly enthusiastic about it").