Steinzeit

Jersey ist seit ungefähr 8000 Jahren eine Insel. Es gab jedoch schon vor 250 000 Jahren nomadische Jägersippen auf dem Gebiet der heutigen Insel. Das wurde durch Funde in der Gemeinde St. Brelade belegt, welche man in einer Höhle in der Gegend La Cote de St. Brelade entdeckte. Zu diesen Funden zählten unter anderem Tier- und Menschenknochen sowie Steinwerkzeuge. Im Neolithikum, um 6000 v.Chr., waren diese Jägerkulturen seßhaft geworden. Diese begannen mit dem Anbau von Nutzpflanzen, domestizierten Wildtiere und fertigten Keramikerzeugnisse. Aus der Zeit von 4500 bis 800 v.Chr. stammen die zahlreichen Menhire, was "Langer Stein" (maen = Stein, hir = lang) bedeutet, und Megalithen oder Dolmen, was ebenfalls große meist unbehauene Steinblöcke sind.

Von den ehemals 60 Dolmen auf Jersey existieren noch 15, wozu z.B. die Steingruppe Ville-ès-Nouaux nahe der St. Andreas Kirche in St. Helier oder Les Trois Rocques in der Gemeinde St. Peter zählen. Menhire gibt es unter anderem noch in St. Lawrence (La Blanche Pierre, Meadowbank), St. Clement und St. Brelade (Les Blanches Banques, La Table des Marthes). Außerdem gibt es auf der ganzen Insel steinzeitliche Gräber, wie La Houge Bie in Grouville, La Pouquelaye de Faldouet in St. Martin oder Les Monts Grantez in St. Ouen.