Die Zeitzeugeninterviews

Ein Mittwochvormittag im Mai 2012 am Gymnasium Salvatorkolleg und ein Mittwochnachmittag im Februar 2013 an der Oberstufenschule in Veteli, Finnland: an beiden Orten sprechen finnische und deutsche Schüler in kleinen Gruppen mit Zeitzeugen aus der jeweiligen Region.

Beide Orte waren nicht direkt vom Krieg betroffen; trotzdem war der Krieg überall zu spüren. Die Geschichten, die die Schüler hörten, glichen sich in vielerlei Hinsicht: Lebensmittel waren rationiert, die Kinder mussten auf den Höfen mithelfen und hatten nur wenig Möglichkeiten die Schule durchgängig zu besuchen. Flüchtlinge kamen und mussten untergebracht werden. Mütter und Kinder sorgten sich um Väter und Söhne, die als Soldaten an der Front kämpften.

Diese gemeinsamen Interviews waren der Kern der Besuche im Land der Partner. Sie mussten jedoch zunächst in beiden Ländern vorbreitet werden. Unter Anleitung der Geschichtslehrerinnen Gisela Rothenhäusler und Katariina Matilainen erarbeiteten die Schüler zunächst den historischen Hintergrund des zweiten Weltkriegs, bevor sie sich mit dessen Folgen für ihre Region beschäftigten. Dieses Wissen war notwendig, damit die Schüler bei den Gesprächen auch verstanden, von was die alten Leute sprachen. Anschließend wurde für die Partner alles ins Englische übersetzt. Mit Hilfe dieser Übersetzungen konnten sich die Partner während des Austauschs auf ihr eigenes Gespräch mit den Zeitzeugen vorbereiten, in welchem sie die Möglichkeit hatten, ihre ganz persönlichen Fragen zu stellen.

Die hier veröffentlichten Interviews sind die Zusammenfassung beider Gespräche und liegen in Deutsch, Englisch und Finnisch vor. Einige Zeitzeugen konnten nur zum ersten Gesprächstermin kommen. Damit die Zusammenfassungen nicht verloren gehen, haben wir sie ebenfalls in diese Dokumentation aufgenommen.

Für den schnellen Überblick zunächst eine Kurzvorstellung unserer Interviewpartner.

Deutsch / English / Suomi

Comenius-Gruppe mit Zeitzeugen in Veteli 2013
Comenius-Gruppe mit Zeitzeugen in Bad Wurzach 2012