Simon Hammer bei der Technik-Akademie in Tübingen

In den Faschingsferien fand die 10. Technik-Akademie in Tübingen statt, bei der ich teilnehmen durfte. Die Technik- Akademie ist ein Veranstaltung des Regierungspräsidiums Tübingen, die interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 einen Einblick in verschiedene technische Berufe ermöglicht. Es nahmen insgesamt 31 Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Regierungsbezirk Tübingen teil. Acht Unternehmen bieten dabei verschiedene Projekte an, von denen eines schon in der Bewerbung ausgewählt werden muss. Ich war in dieser Zeit mit drei anderen Schülerinnen und Schülern an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg zu Gast.

Unser Projekt bestand darin eine Brücke zu bauen, die eine möglichst große Last aushalten kann, bei deren Bau jedoch möglichst wenig Material verwendet wird. Diese sollte dann am Ende der Woche einem Belastungstest unterzogen werden, der die Effizienz unserer Konstruktion bestimmen sollte. Dabei wurden wir von Herrn Professor Dr. Jochen Wüst und Herrn Dr. Michael Neukirch tatkräftig unterstützt. Jeden Abend wurden zudem Präsentationen gehalten an denen man seine Fortschritte des Tages präsentierte. Diese Präsentation wurde dann an der Abschlussveranstaltung vorgetragen.

Um eine Brücke zu bauen benötigt man vor allem Kenntnisse der Baustatik um Vorhersagen über die Stabilität treffen zu können. Aus diesem Grund brachte uns Herr Prof. Dr. Jochen Wüst, von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, die Grundlagen der Baustatik näher und half uns bei der Planung der Brücke. Zu diesem Zweck waren wir die ersten zwei Tage an der Hochschule in Rottenburg.  Am dritten Tag begannen wir unsere Pläne zusammen mit Herrn Neukirch in die Tat umzusetzen. Neben der eigentlichen Brücke wurde zudem ein Duplikat angefertigt, um später Verbesserungen vornehmen zu können.

Nach langem Tüfteln war es dann schließlich so weit. Wir testeten unserer Brücke auf ihre Stabilität. Dabei wurde die Brücke so lange von einer Maschine unter Druck gesetzt, bis sie  brach. Dabei half uns Prof. Dr. Marcus Müller. Die Testergebnisse ergaben schließlich, dass unsere Brückenkonstruktion eine Stabilisierung des Fahrbahnträgers, den wir vorher auch auf seine Stabilität ohne unsere Unterkonstruktion überprüft hatten, von 60N bewirkt.

Neben den Projekten an den verschiedenen Firmen machten wir auch Ausflüge. Am Sonntag bekamen wir einen Einblick in das Institut für Anorganische Chemie der Universität Tübingen. Dort bekamen wir von Prof. Dr. Hermann A. Mayer eine Einführung in die anorganische Chemie und ihre vielen Anwendungsgebiete. (Von OLED-TVs bis hin zu Ketchup) Anschließend machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Botanischen Garten. Des Weiteren besuchten wir noch die Sternwarte Tübingen und machten eine Stadtrally.

Nähere Informationen: Technik-Akademie 2017