Ein frischer Wind am Salvatorkolleg – Zum Tag der offenen Tür am 12. März 2017

Nicht sichtbar und doch da –  und auch tätig. So beschrieb Schulseelsorger P. Mariusz Kowalski das Wirken Gottes und verglich es in seiner Predigt mit dem Wind. Und diese Denkfigur aus dem Gottesdienst zu Beginn des Tages passt ebenso gut zum restlichen Programm des Tags der offenen Tür am Sonntag, den 12. März: Auch die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer, das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die aufgewandte Mühe aller an diesem – und nicht nur diesem – Tag am Gelingen der Veranstaltung Beteiligten ist für sich genommen nicht sichtbar. Aber das Ergebnis ist es wohl.


Und so konnten sich insbesondere die Eltern von Viertklässlerinnen und Viertklässlern, aber auch alle anderen Interessierten von der fachlichen Vielfalt am Gymnasium Salvatorkolleg ebenso überzeugen wie vom Wirken der Lehrkräfte, der Einrichtung und Ausstattung der Schule und vielem mehr. Da in diesem Jahr allein das Programmheft rekordverdächtige acht Seiten umfasst, kann in diesem Artikel (wie auch in der zugehörigen Bebilderung) keinesfalls auf sämtliche Darbietungen im Detail eingegangen, sondern es können lediglich einzelne Eindrücke geschildert werden.


So zeigten sich etwa die alten Sprachen am Gymnasium von ihrer buchstäblich dramatischen Seite, indem die sechsten Lateinklassen die griechische Tragödie „König Ödipus“ aufführten, zwar in deutscher Sprache – Altgriechisch hätte wohl auch das Gros der Besucher, den Verfasser dieses Artikels inbegriffen, überfordert – dafür aber mit ausführlicher inhaltlicher Einführung und nahe am klassischen Vorbild. Die siebten Klassen brachten das Märchen „Schneewittchen“ auf die Bühne, zwar ohne historisches Gewand, dafür aber gänzlich in lateinischer Sprache. Die modernen Fremdsprachen und die Germanistik standen dem in nichts nach und inszenierten ebenfalls gut besuchte Stücke, teils in Französisch („c’est ça, le collège?“), teils in Deutsch („Pippi, Till und andere Spaßmacher“).
Auf die Mitwirkung der Besucher setzten traditionell die Naturwissenschaften, die sowohl Biologie als auch Chemie und Physik zum Mitmachen anboten. Ein Highlight hinsichtlich Besucherzahl und Qualmentwicklung war einmal mehr die Chemie-Show der Kursstufe.


Es ist kaum möglich, die zahllosen Angebote und Darbietungen der Fachbereiche Musik und Sport zu nennen, die praktisch allgegenwärtig in der Sporthalle – in Form von Badminton, Tanz und Klettern – und im Schulgebäude – seien es Schlossbläser, Big Band, Percussion-Klasse, Streicher AG, „Straßenmusik“, Musiktheater, Vokalensemble oder Hauskonzert – gewesen sind. Darüber hinaus gaben so unterschiedliche Bereiche und Projekte wie die Stiftung Gymnasium Salvatorkolleg, das Kunstprojekt „Fotografie – Film – Performance“, der Schulsanitätsdienst, das Land Art-Projekt und die KSJ einen Einblick in ihr Wirken. Dasselbe gilt für die Begabungsförderung am Salvatorkolleg – am Tag der offenen Tür durch „Roberta – Lernen mit Robotern“ ebenso vertreten wie durch „Bier brauen“. Schließlich konnten sich die Besucher ein Bild von den Räumlichkeiten der Schule machen, die – und das ist ja der ursprüngliche und namensgebende Sinn eines Tags der offenen Tür – im Alltagsbetrieb nicht ohne Weiteres zugänglich sind. So konnten Eltern und angehende Kollegschüler die Schulbibliothek, den Gottesdienstraum, die Smartboards in den Klassenzimmern, die naturwissenschaftlichen Fachräume und vieles mehr sehen und erleben. Damit dies ohne Herumirren möglich war, boten die fünften Klassen Schulführungen für „Ortsfremde“ an.


Dass auch das leibliche Wohl nicht zu kurz gekommen ist, verdankt sich insbesondere den sechsten Klassen des Salvatorkollegs, die zur Aufbesserung der Schullandheim-Kasse Waffeln, herzhafte Snacks und ein Brunch-Büffet anboten. Ihnen, ihren Lehrern und Eltern sowie allen anderen, die zum erfolgreichen Tag der offenen Tür 2017 beigetragen haben, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt. Dies gilt in besonderem Maße für Hilde Walser, die für die Organisation dieses besonderen Tages maßgeblich verantwortlich war.


Markus Benzinger