Kunstprojekt „Altern und Gesellschaft“

Das Kunstprojekt „Altern und Gesellschaft“ des Salvatorkollegs Bad Wurzach  erhält 1000 Euro.

Unter dem Thema „Altern und Gesellschaft“ wird die Klasse 9d des Salvatorkollegs mit ihrer Kunstlehrerin Kerstin Gmünder in diesem Schuljahr eine Wand in der Waldburg-Zeil Klinik Bad Wurzach gestalten. Initiiert und finanziell ermöglicht wurde das Projekt durch den Verein „Sternenhimmel e.V.“, der von der Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe ins Leben gerufen wurde und verschiedenste soziale und kulturelle Projekte im Allgäu und der Region unterstützt. „Viele Unternehmen und Organisationen spenden an internationale Projekte. Wir legen unser Augenmerk auf unsere Heimat, das Allgäu“, betont Ulrich Geiger, Vorsitzender des Lattemann & Geiger Sternenhimmel e.V. „Es ist uns wichtig, Verantwortung für unsere Mitmenschen in der unmittelbaren Nähe zu übernehmen – dazu gehört für uns vor allem die Unterstützung von Organisationen im Raum Schwaben.“

Kunstpädagogin Kerstin Gmünder und ihre Klasse 9d haben sich im gerade begonnenen Schuljahr vorgenommen, das Thema „Altern und Gesellschaft“ grafisch umzusetzen. Sie gestalten eine Wand der Abteilung Altersmedizin an der Waldburg-Zeil Klinik. „Zu uns kommen Menschen mit vielfachen Altersbeschwerden“, weiß Dr. Stefan Grammer, Chefarzt und Altersmediziner. „Wir möchten erreichen, dass ältere Menschen nach einer schwereren Erkrankung, zum Beispiel einem Oberschenkelhalsbruch, altersbedingten Gelenkerkrankungen, einem Unfall oder einer Amputation, später wieder selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben“, umreißt  der Altersmediziner die Ziele. Sichere Mobilität und ein klarer Verstand sind wesentliche Grundlagen dafür, dass Ältere weiter daheim wohnen können“, fasst Grammer zusammen. „Wenn wir das in einer wohnortnahen Behandlung erreichen, dann bieten wir älteren Menschen genau das Umfeld, das wir uns selbst für unser Alter wünschen.“
Spannend wird für die Kunstlehrerin und ihre Schüler, dieses Leben und Erleben von älteren Menschen, aber auch ihre Wünsche und Hoffnungen für diese Lebensphase in Bildmotive zu übertragen. „Mit Projekten schaffen wir immer etwas Bleibendes in unserem Unterricht, das ist auch für die Schüler wichtig. Wir werden uns im Laufe des Schuljahres mit den verschiedenen Facetten des Lebens beschäftigen, auch denen wie hier in der Klinik, mit denen unsere Schüler sonst weniger konfrontiert sind.“ Schon nächste Woche werde man noch einmal in die Klinik kommen, um dort ein Stück Patientenalltag zu erleben, so Gmünder weiter. Schulleiter Pater Friedrich Emde unterstützt das Projekt, das den Schülern nahe bringt, was Leben auch sein kann und wie der Mensch die unterschiedlichen Lebensalter erlebt und gestaltet. Beide Pädagogen sind gespannt, wie sich das Kunstprojekt in der Rehabilitationsklinik entwickeln wird.