Madrid Studienfahrt Bericht

Schon ungefähr ein Jahr im Voraus haben sich 28 Schüler dazu entschieden zur Studienfahrt nach Madrid zu reisen. Ein ausschlaggebender Grund war vermutlich das Wetter. So ging es los am Samstag den 21. Oktober um 9:45 Treffpunkt am Bahnhof in Memmingen. Voller Vorfreude stieg man in den Zug nach München und war schon innerhalb weniger Minuten gelangweilt, wenn man an die bevorstehende Reisezeit dachte. Die Ankunft im Hostal Los Alpes, welches sehr zentral in Madrid liegt, war erst am späten Abend vorgesehen. Man möchte ja meinen, dass vor allem Schüler aus dieser Gegend, das Zugfahren bekannt ist, nun aber doch nicht allen. So schafften es ein paar Schüler den Ausstieg in München zu verpassen und schauten noch, manche nervös aber manche auch erfreut und belustigt, aus den Zugfenstern, während dieser fortfuhr.
In Madrid angekommen ging es dann mitsamt allem Gepäck in die Metro und eine gefühlt stundenlange Reise begann. Hier in die Metro rein, da wieder raus, dann ganz viel Laufen, da rein, da raus. Als man schon verzweifelt dachte, es nimmt kein Ende und man völlig verschwitzt anfing die Nerven zu verlieren, ging es plötzlich Treppen nach oben. Man sagt ja immer der erste Eindruck zählt, und dieser war wahrhaftig einzigartig. Uns umgaben Häuser, hoch, sehr hoch. Autos fuhren an uns vorbei, Menschen eilten von einem Ort zum anderem, man merkte sofort, das ist eine Großstadt, herzlich Willkommen in Madrid.
Im Hostel angekommen, müde und fertig von der langen Reisezeit, hieß es dann in einer halben Stunde Treffpunkt. Wir gingen alle zur Puerta del Sol, DAS Zentrum von Madrid. Hier liegt auch der sogenannte Kilometer null, welcher der Ausgangspunkt für das gesamte Spanische Straßennetz ist und die Straßennummerierung.
Herr Notz zeigte uns anschließend noch ein bisschen die Gegend, man zweifelte dennoch sich jemals zurechtzufinden. Anschließend war das Programm beendet und man hatte Zeit sich die Stadt am Abend anzusehen, Essen zu gehen oder etwas zu trinken. Man lernte schnell, dass Madrid vor allem am Wochenende nie schläft.
Am Sonntag traf man sich um neun Uhr an der Puerta del Sol und es ging weiter mit Vorträgen der Schüler an verschiedenen Plätzen der Stadt. Mittags hatte man dann die Möglichkeit auf einen für Madrid typischen riesigen Flohmarkt zu gehen und Schnäppchen zu machen oder zumindest zu versuchen, da jedem sehr schnell auffiel, dass die Spanier oftmals kein Englisch sprachen und wenn, dann sehr begrenzt. Der Sonntagnachmittag beinhaltete viel spanische Geschichte, wie zum Beispiel die Herrschaftsform des Franquismus. Wir gingen am „Triumphbogen“ vorbei und machten anschließend einen langen aber schönen Spaziergang über das riesige Universitätsgelände, wo Herr Notz sich bestens auskannte. Es ging dann weiter mit der Metro zu den etwas schöneren Stadtteilen von Madrid. Wir gingen durch eine große Parkanlage, überall sah man Springbrunnen und sehr verzierte Häuser. Das Tagesprogramm wurde mit einem Besuch ins Kunstmuseum abgerundet, wo man das Werk „Guernica“ von Picasso bewundern konnte und natürlich noch viel mehr. Den Abend verbrachten die Schüler wieder verteilt in Madrid und besuchten Bars oder Restaurants und man unterhielt sich viel.
Am Montagmorgen bekamen wir eine Führung durch den „Congreso de los diputados“, das ist wie bei uns der Bundestag. Anschließend besuchten wir den „Palacio“ von Madrid und die danebenstehende Kirche. Alles sehr prunkvoll, glamourös und natürlich riesen groß. Seit der Ankunft wurde es von Tag zu Tag wärmer und oft genoss man es auch einfach nur in der warmen Sonne zu sitzen und nichts zu tun. Dienstag fuhren wir eine Stunde lang mit dem Zug nach El Escorial zu der Schloss-und Klosteranlage, wo sich auch die Königsgräber befinden. Der Gang durch diese war sehr eindrucksvoll! Der anliegende Schlossgarten mit seinem kleinen Labyrinth und dem gigantischen Ausblick ins Tal gefiel uns allen sehr. Dort verbrachten wir dann auch unsere Frei-und Essenszeit.
Am Mittwoch fuhren wir mit einem Privatbus nach Toledo, die „wahre“ Hauptstadt Spaniens. Dort durften diejenigen, die einen Vortrag an einer bestimmten Stelle hatten, die restliche Gruppe mithilfe eines Stadtplanes führen. Wir gingen durch das jüdische Viertel und anschließend in eine Synagoge, umgebaut zu einem Museum. Wir lernten viel über die Juden in Spanien, aber auch über den arabischen Baustil. Anschließend gingen wir noch zu El Grecos Haus, auch eher ein Museum, aber doch noch in sehr gutem Zustand. Wir waren erstaunt über die Größe des Hauses und die Kunstwerke von El Greco, wie zum Beispiel „Los Apostolados“. Der Tag war sehr schön, da die Sonne schien, es sehr warm war und Toledo eine wunderschöne Altstadt hat. Zum Abschluss trafen wir uns alle nach unserer Freizeit auf einer hohen Steinbrücke und hatten noch eine schöne Sicht auf die Stadt selbst. Dort fand dann auch das allerletzte Referat statt. Den letzten Abend verbrachten wir natürlich wieder in Madrid. Herr Notz zeigte uns eine Bar, in welche er immer zum Abschluss der Studienfahrt geht. Die Bar war winzig aber kuschelig und man unterhielt sich sehr gut.
Es war eine wunderschöne Woche und ein genialer Abschluss!
Die Gruppe möchte sich vor allem bei Herr Notz und Frau Diem bedanken, die sich sehr bemüht haben uns ein so tolles Programm zu bieten, und ja das war es auch!

Judith Bauer