Leben und Lernen am Salvatorkolleg – Zur Feier der abgeschlossenen Renovierungs- und Umbaumaßnahmen am 15. März 2017

„Das Schulgebäude ist ein wichtiger Faktor für das Leben einer Schule: es stellt die äußere Umgebung für das Leben und das Lernen bereit.“ Mit diesen Worten umschreibt die Einladung zur Feier am vergangenen Mittwoch, den 15. März, warum und was genau gefeiert wird: Das Ende eines achtjährigen Umbau- und Renovierungsprozesses, der mit einer verstärkten pädagogischen Profilierung einhergegangen ist.


Zu Beginn der Feierstunde im Foyer der Schule – das in seiner jetzigen Form ebenfalls den Umbaumaßnahmen zu verdanken ist – sprach Schulleiter P. Friedrich Emde allen Beteiligten seinen Dank aus: Nicht nur, wie zu erwarten, den Verantwortlichen der Stadt Bad Wurzach, dem Architekten oder dem Schulträger, sondern ebenso den Handwerkern, von denen auch einige bei der Feier zugegen waren, den Schülerinnen und Schülern des Salvatorkollegs, deren Eltern sowie dem gesamten Kollegium – und ganz ausdrücklich: dem Hausmeister der Schule, Franz Maucher.


Architekt Uwe Schwarz räsonnierte in seiner Rede zum renovierten Schulgebäude einerseits über die Leistungsfähigkeit und die Grenzen elektronischer Kommunikation, andererseits über die vorbildliche Effizienz bei den Umbau- und Renovierungsmaßnahmen, die ja, wie Herr Schwarz betont, meist „im laufenden Schulbetrieb“ stattfanden. Im Anschluss an das Festprogramm bot Herr Schwarz eine Schulhausführung an, der sich zahlreiche Besucher anschlossen, hierfür vielen Dank!


Während die beiden ersten Reden vornehmlich die baulichen Neuerungen an der Schule zum Thema hatten, informierte der stellvertretende Schulleiter Klaus Amann über das pädagogische Konzept der Lernbegleitung am Salvatorkolleg. Er definierte hierbei zum einen die Funktion des Lernens zwischen Input- (was der Lehrer lehrt) und Output-Orientierung (was der Schüler kann). Zum anderen erläuterte er die Idee der Begleitung, die nicht nur als Unterstützung, schon gar nicht als „Rundum-Sorglos-Betreuung“ zu verstehen sei, sondern vielmehr als komplexe Form der Interaktion. Als Beispiel für die praktische Umsetzung dieses Konzepts an der Schule nannte Herr Amann die mentorielle Begleitung in den Klassenstufen 8 und 11, die Lerntandems der fünften mit den achten Klassen sowie das Kompetenzportfolio in Klasse 10. Von all diesen Möglichkeiten der Lernbegleitung konnten sich die Besucher nach dem offiziellen Teil des Abends einen Eindruck verschaffen.


Als Repräsentant der Stadt Bad Wurzach lobte auch Bürgermeister Roland Bürkle die reibungslos und zudem kostenbewusst „schwäbisch“ abgelaufenen Umbaumaßnahmen. Zudem betonte er die enge Verbindung von Stadt und Privatschule, so dass im Fall des Salvatorkollegs beinahe von einer „städtischen“ Schule gesprochen werden könne.


Paul Stollhof, pädagogischer Geschäftsführer des Schulträgers, ergänzte die Dankesworte des Schulleiters, indem er auch der Schulleitung selbst dankte, die ja den maßgeblichen Beitrag zur Schulhaus-Sanierung geleistet habe. Darüber hinaus betonte er einmal mehr den Zusammenhang zwischen weiterentwickeltem Schulprofil und synchron verlaufenden Umbaumaßnahmen am Schulgebäude.
Zuletzt segnete Schulseelsorger P. Mariusz Kowalski die Kreuze für die neuentstandenen Klassenräume und sprach auch über die anwesenden Festgäste seinen Segen.


Zur Auflockerung des Festprogramms gab es musikalische Darbietungen des Vokalensembles der Kursstufe, geleitet von Barbara Zinser, sowie der Big Band unter der Leitung von Manfred Gaupp. Darüber hinaus ist den Kollegen Andreas Brade und Magdalena Reger (Lerntandems), Barbara Zinser und Alexander Notz (mentorielle Begleitung) sowie Josef Heine und Frank Schmuck (Kompetenzportfolio) und vor allem auch den dabei engagierten Schülerinnen und Schülern zu danken, die praktisch vorgestellt haben, was unter Lernbegleitung zu verstehen ist. Dank gilt natürlich auch allen anderen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben, nicht zuletzt Frau Fluhr und Frau Kitchen für das großartige Buffet.

Markus Benzinger