Austausch mit Luxeuil-les-Bains vom 8.-14. Oktober (Bericht Collèges)

Respektieren Sie das Leben der Männer in Gelb – unsere Eindrücke von Frankreich

Im Oktober 2016 waren Schüler der Klassen 8-10 eine Woche in Luxeuil-les-Bains beim Schüleraustausch. Schon bei der Anfahrt fielen uns einige merkwürdige französische Wörter auf wie z.B. die Straßenschilder „Rappel“ und „Sauf“. „Rappel“ steht am Straßenrand und bedeutet soviel wie „Erinnerung“, Erinnerung nämlich an ein vorhergehendes Schild, das ein Überholverbot oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung anzeigt. Das Wort „sauf“ ist die deutsche Entsprechung für „außer“. Wenn es um Verkehrsschilder geht, steht „sauf“ immer zusammen mit einem anderen Wort, z.B. „sauf riverains“, was dann „außer Anlieger“ oder „Anlieger ausgenommen“ heißt.
Das Schild mit den Worten „Respectez la vie des hommes en jaune“ konnten wir zwar leicht übersetzen („Respektieren Sie das Leben der Männer in Gelb“), aber dass damit die Straßenarbeiter mit den gelben Warnwesten gemeint waren – das mussten wir erst erfragen.
Als wir in Frankreich von unseren Gastfamilien empfangen wurden, wurden einige mit „Bises“ (den Wangenküsschen) überhäuft. Zuhause angekommen bekamen wir einen ersten Eindruck von unserer neuen Umgebung. Anfangs waren wir noch sehr unsicher und zurückhaltend, doch das wurde schon bald besser und am Wochenende unternahmen wir gemeinsam Ausflüge, in den Zoo oder Kletterpark, wir gingen zum Bowling oder zum Schwimmen.
Beim Essen war auch einiges anders. Zum einen essen Franzosen unserer Beobachtung nach sehr viel, und zwar hauptsächlich Käse, so dass wir gefühlte 15 Tonnen zunahmen, zum anderen hatte das Wasser (üblicherweise wird nur Wasser getrunken) einen eigenartigen Geschmack, welcher nicht allen mundete....
Am Montag bekamen wir erste Einblicke in den französischen Schulalltag und hatten ein „Rendez-vous“ mit dem Bürgermeister. Eine der Schulen war rundum eingezäunt und von Surveillant(e)s beaufsichtigt – das sind die Aufsichtspersonen, die nicht unterrichten - , die andere hingegen war alt und groß, ein ehemaliges Kloster. Bei beiden Schulen waren die Klassenzimmer sehr klein und eine Schulstunde dauerte 55 Minuten. Das Mensaessen war zwar gut, aber man musste viel Geduld haben, bis man in die Kantine durfte, da der Platz begrenzt war.
Unter der Woche haben wir zwei große Ausflüge mit und ohne Austauschpartner unternommen, einmal nach Dijon, der Hauptstadt des Burgund, wo wir eine Stadtrallye machten, und dann nach Fougerolles, wo wir das Heimatmuseum besuchten und sich die Führerin sehr bemühte, uns die chemischen Prozesse über die Destillation von Alkohol nahezubringen;).
Alles in allem war der Austausch sehr schön, jedoch freuten wir uns, unsere „echten“ Familien wiederzusehen. Wir haben vor, nächstes Jahr wieder nach Luxeuil-les-Bains zu gehen.

Ronja Joos, Hannah Fee Kleinmann, Luca Brauchle, Ronja von Bornstaedt (Kl. 8a)

Bericht Lycée

Am Samstag den 8.10. um 9 Uhr begann unsere Reise nach Frankreich. Unsere gute Laune nahm auch nicht ab, als unsere Mittagspause in Freiburg durch einen Stau verkürzt wurde.
Als wir endlich in Luxeuil ankamen, war die Spannung auf dem Höhepunkt angelangt, da die wenigsten ihre Partner kannten. Aufgeregt schaute man sich die versammelten französischen Schüler aus dem Bus heraus an.
Nach herzlichen Begrüßungen und dem in der Gastfamilie verbrachten Sonntag hatte man sich am Montag auf dem Weg zum Empfang im Rathaus oder während des gemeinsamen Volleyballspiels der deutschen und französischen Schüler am Lycée viel zu erzählen.
Am Mittwoch konnten wir uns bei einem Ausflug von dem komplett in der Schule verbrachten Dienstag erholen. Der Besuch der Bonbonfabrik war sowohl interessant als auch lecker. Weniger interessant fanden wir das Musée de l`lmage in Epinal, welches wir nach einer zweistündigen Mittagspause besuchten.
Um mehr über unsere Partnerstadt herauszufinden, verbrachten wir am Donnerstagnachmittag einige Zeit mit Recherchen über Luxeuil und erfuhren bei einem kleinen Stadtrundgang mehr über die Stadt.
Am nächsten Morgen ging es dann um acht mit gemischten Gefühlen wieder zurück nach Deutschland. Auf der einen Seite freuten wir uns, unsere Familien wiederzusehen, andererseits war die schöne Zeit in den Gastfamilien sehr schnell vorübergegangen. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch unserer Partner im Frühjahr.

Laura Heinrich und Katja Jaufmann

Zufälliges Treffen mit dem früheren Bürgermeister M. Michel Raison und jetzigen Senator auf dem Platz vor der Kathedrale.
Nein, sie essen nicht nur Unmengen von Käse! Auch „Astronautennahrung“ scheint bei den französischen Jugendlichen sehr beliebt! Und sie schmeckt! – also haben wir einen kleinen Vorrat importiert.